Fröhlicher Herbst des Lebens

Shownotes

-- Das Neueste aus dem Jerichower Land
- Der Herbst des Lebens muss nicht trist sein - Besuch bei "Pro Civitate" in Burg
- JL von A-Z: Dömitz
, Veranstaltungstipps
- Und dazu jede Menge jute Laune.

Transkript anzeigen

00:00:00: Wo möchten Sie Ihren Lebensabend verbringen?

00:00:03: Mein Lebensabend möchte ich im Kreise meiner Familie verbringen, in der Nähe zu meinen Kindern.

00:00:11: Und das kann überall sein auf der Welt.

00:00:13: Das kann durchaus im Warmen sein.

00:00:15: Das kann durchaus bergig sein.

00:00:18: Es könnte auch durchaus flach sein und ebenso jetzt einfach dort im Kreise meiner Familie.

00:00:28: Wenn Sie mich so fragen, mit meinen

00:00:30: Freunden zusammen in einer Alters-WG.

00:00:33: Am Strand, ganz entspannt

00:00:35: in Richtung Sonnenuntergang gucken.

00:00:38: Also wir fahren unglaublich gern nach Rügen und an das Meer und wenn ich heute mir das wünschen könnte, würde ich sagen in so einer schönen Stadt wie Wismar sind wir verliebt oder am Meer.

00:00:49: Schöne Gedanken.

00:00:53: Und

00:00:53: hier ist er wieder, Jute Laune, der Podcast fürs jährige Urland.

00:01:01: Was sind die Nachrichten in der Region zwischen Kneckebrot und Störchen?

00:01:04: Wer sind die interessanten Menschen?

00:01:07: Was wird in den nächsten Tagen Gesprächsthema sein?

00:01:10: Und vor allem, was habt ihr noch nicht über die Region gewusst?

00:01:14: Hier erfahrt ihr es.

00:01:15: Und vor allem bekommt ihr Jute Laune.

00:01:22: Herzlich willkommen, ich bin Thomas Pusch und möchte euch heute wieder ein neues, interessantes, skurriles und überraschendes aus unserer Region präsentieren.

00:01:31: Fangen wir aber mit dem an, was in den vergangenen Tagen wichtig war und das weiß Johanna.

00:01:46: Die NJL ändert ihre Fahrpläne und ab ersten Oktober gibt es am Sonnenabend einen späten Bus aus der Landeshauptstadt zurück ins Jerechorland.

00:01:55: Missesachsen-Anhalt.

00:01:56: Marilla-Zielke aus Burg ist nun auch ein Fernsehstar.

00:01:59: Sie begleitete eine Freundin für eine neue Folge Shopping Queen beim Einkaufen in Magdeburg und war jetzt auch auf Vox zu sehen.

00:02:06: Dreizehn Kartoffelsuppen wurden beim Gentiner Kartoffelsuppenfest ins Rennen geschickt.

00:02:12: Gewonnen hat die Kreation aus dem Storchennest in Ferchland.

00:02:15: Dort kann sie jetzt auch gekostet werden.

00:02:17: Ach ja, und lecker war's.

00:02:20: Ich durfte nämlich Jury-Mitglied sein.

00:02:22: Und dieses böse böse Gerücht, dass ich überall da bin, wo es kostenlos was zu essen oder zu trinken gibt, ist wahr.

00:02:30: So, und jetzt schaue ich mich mal wieder im Landkreis um.

00:02:33: JL von A bis Z. Na, wo bin ich wohl?

00:02:39: Richtig, in Drehzel.

00:02:41: Denn auf Drehzelswappen ist ein weidendes Schaf zu sehen.

00:02:46: Rund zweihundertfünfzig Menschen wohnen in dem Ortsteil von Gladao, was wiederum zu Gentin gehört.

00:02:54: Bekanntes Drehzel, vor allem für seinen Schloss.

00:02:57: Und das gehört jetzt nicht mehr nur den Adligen, sondern da gibt es auch Wohnungen.

00:03:03: Und wer sich traut, der kann auf Schloss Drehzel auch heiraten.

00:03:08: Mal sehen, wo es das nächste Mal hingeht.

00:03:11: Wir haben Herbst und wenn man das Seniorenalter erreicht hat, wird auch vom Herbst des Lebens gesprochen.

00:03:17: Siebzig Prozent der Menschen möchten den in den eigenen vier Wänden verbringen.

00:03:22: Um Seniorenheime ranken sich oftmals böse Gerüchte, was dahinter den Mauern passiert.

00:03:28: Ich habe eins in Burg besucht, Prozivitate und habe festgestellt, dass man da auch sehr gut leben kann.

00:03:36: Heimleiterin Ute Dominee erklärte mir, warum das Programm für die Bewohner so wichtig ist.

00:03:44: Wie wichtig ist es, dass den Heimbewohnern im Tagesablauf etwas geboten wird?

00:03:50: Ja, es ist erstmal, dass sie keine lange Weile nicht ins Grübeln kommen.

00:03:55: dass sie Abwechslung haben, ins Gespräch kommen, lachen können.

00:03:59: Das ist auch ganz wichtig, dass sagen wir immer wieder ein Witz oder dass man wirklich mal auch lacht.

00:04:07: Die Bewohner sind ja meistens aufgrund der Pflegebedürftigkeit bei uns und sie haben Einschränkungen, die manche akzeptieren, manche auch schwer akzeptieren können und dass man da einfach ein bisschen Stimmung und auch Abwechslung in den Tagesablauf einbringt.

00:04:26: Welche Rolle spielt dabei, wie viel Besuch die Heimbewohner bekommen?

00:04:31: sehr großen, weil die meisten haben sehr enge familiäre Bindungen und wo.

00:04:37: manchmal ist halt auch traurig, dass die Familie groß, aber sie kriegen nicht viel Besuch oder sind halt weit weg und da sind wir halt so ein Ersatzfamilie und ich sage zu jedem Geburtstag, wenn ich gratuliere und bewohner, dass er heute in seiner großen Familie hier feiert und sie werden irgendwo aufgefangen.

00:04:55: Wenn die Kinder da sind und so und mithelfen und auch mit integriert sind, ist das super, aber es gibt eben doch viele, wo es nicht so funktioniert.

00:05:04: Was macht Ihnen gute Laune?

00:05:08: Mir macht es gute Laune, wenn ich hier reinkomme und fröhliche Gesichter sehe und die Bereitschaft der Mitbewohner sich mit mir zu unterhalten und gemeinsam etwas zu machen.

00:05:27: Wenn ich morgens aufschehe, kann mich noch fast alleine anziehen und aufschehe, guten Morgen sagen, kann morgen ich im Park in der frischen Luft gehen, freue mich, kann meine Gymnastik machen noch und kann mich dann wieder hinsetzen.

00:05:44: Gute Laune eigentlich, alles, was hier so passiert.

00:05:48: Gute Laune macht mir zum Beispiel auf dem Geburtstag, wenn die Feier morgens ist, mit Eier, Lecker und allem.

00:05:56: und Programm noch dazu.

00:05:58: Also das ist, weil die eigene Familie weit weg ist.

00:06:02: Und da ist es eine Freude, also wirklich.

00:06:06: Wenn ich früh morgens auf gehe, anziehe und dann gehe ich gerne in den Beideraum, der meine Kollegen den Freunden und den Monast zusammen sind.

00:06:18: Fällt mir jetzt nicht sein.

00:06:20: Verantwortlich für die Programmgestaltung ist Dominik Steller.

00:06:23: Und von der habe ich mir erzählen lassen, wo sie ihre Schwerpunkte setzt.

00:06:28: Frau Stiller, Sie sind für die Gestaltung der Freizeit der Bewohner verantwortlich.

00:06:33: Was sind für Sie beim Programm wichtiger Aspekte?

00:06:37: Es geht ja immer in erster Linie darum, was die Bewohner möchten.

00:06:41: Und so ist das bei uns in der Einrichtung auch.

00:06:43: Also wenn jemand einzieht, frage ich als Erstes, warum der Bewohner bei uns ist.

00:06:48: Und was er für Ziele hat, was er erreichen möchte.

00:06:50: Und dann gucken wir, was er da gern gemacht.

00:06:53: Wenn wir daran anknüpfen können, ist das immer toll.

00:06:55: Biografiearbeit ist ja ganz wichtig.

00:06:57: Und dann gucken wir, es gibt Bewohner, die nehmen gerne am Gemeinschaftsleben teil, machen gerne viele Gruppenangebote mit, feste Feiern gehört natürlich auch dazu.

00:07:06: Es gibt aber auch Bewohner, die das gerne machen würden, aber vielleicht nicht mehr in der Lage sind.

00:07:11: weil sie eben immobil sind.

00:07:13: Und da versuchen wir aber auch alles zu ermöglichen, dass die auch an den festen Teilen nehmen können, auch an den Gruppenangeboten teilnehmen können.

00:07:19: Oder wenn sie es dann wünschen, im Einzelförderung erhalten.

00:07:23: Geben Sie mir doch einmal ein Beispiel, wie ein Programmablauf an einem Heimtag aussehen kann.

00:07:28: Ja, bei uns geht es immer so los, dass der soziale Dienst zur Frühstückszeit der Bewohner den Dienst beginnt und eben da unterstützt beim Essen, beim Trinken.

00:07:39: Also wir helfen dem Bewohner.

00:07:41: Hilfe zur Selbsthilfe.

00:07:42: So.

00:07:43: Dann geht es los, dass wir alle so langsam zusammensammeln, zu den Gruppenangeboten, die hängen auch auf den Wohnenbereichen überall aus, was dann an dem Tag stattfindet.

00:07:51: Zum Beispiel auf dem Wohnenbereich drei ist es heute, also PAF, kurz Pflegebedürftige aktiv fördern.

00:07:58: Das ist ein Programm verbunden mit Gedächtnis-Training, weil man da den größten Effekt erzielt, wenn man während einer motorischen Übung auch noch eine kognitive Übung lösen muss.

00:08:08: Ganz wichtig ist es, dass es mit Spaß und Freude verbunden ist.

00:08:12: Auf den anderen beiden Wohnenbereichen findet zeitgleich ein Gruppenangebot statt.

00:08:16: Das ist dann aber ein anderes Beispiel.

00:08:17: Das Gedächtnis-Training, das Bingo-Spiel mögen die Bewohner sehr.

00:08:21: Dann ist es auch immer Jahreszeiten orientiert.

00:08:24: Im Sommer gehen wir sehr gerne raus.

00:08:26: Und dann ist schon meistens die Mittagszeit, kurz vor dem Mittagessen, üben dann einige Bewohner noch das Motometer-Training aus, trainieren eben obere Extremitäten oder die Beine.

00:08:36: können Fahrrad fahren, dann ist das Mittagessen, dann ist die Mittagsruhe.

00:08:40: Manche halten Mittagsruhe, manche Bewohner möchten auch unter Mittag beschäftigt werden.

00:08:44: Das ist dann ganz individuell.

00:08:45: Da kommt es wirklich drauf an, was der Bewohner mag, will er was lesen, möchte er was malen, wollen wir Gedächtnis-Training machen, ganz unterschiedlich.

00:08:53: Am Nachmittag finden dann überwiegend Kleingruppen statt.

00:08:56: Da geht es vor allem um hauswirtschaftliche Tätigkeiten.

00:08:59: Wir haben ganz viele Lappen, die die Bewohner mal ganz fleißig zusammenlegen.

00:09:04: Das ist auch wirklich eine wichtige Aufgabe genau, die keiner abgeben möchte von den Bewohnern, aber auch zum Beispiel Waffeln backen.

00:09:12: Dann duft jetzt im ganzen Haus Kuchen backen, das machen wir ihm gemeinsam.

00:09:17: Und ja, und dann sind, wie gesagt, eigentlich so die Einzelförderung, dass man ihm sagt, heute ist schönes Wetter, wollen wir alle nochmal eine Runde rausgehen oder uns auf dem Balkon setzen, Gesellschaftsspiele spielen, solche Angebote.

00:09:29: Da gibt es ja einen Hochzeitsspruch, den sie so als sechsjähriges Mädchen vorgetragen haben.

00:09:35: Jetzt sind sie zweiundneunzig.

00:09:37: Und sie können sich immer noch an den Spruch erinnern.

00:09:40: Wie ging der?

00:09:42: Ja, ich komme als kleines Blummütchen zu dir geliebte Brot.

00:09:46: Weil du einmal sagst, du wurdest heute traut.

00:09:50: Den Brot, den kenn ich wohl.

00:09:52: Das ist ein Schmuckermann.

00:09:54: So ein Glaub, ich schaffe mich sicherlich auch mal an.

00:09:58: Vielen Dank den beiden Damen und den Bewohnerinnen und Bewohnern, die mit mir ins Gespräch gekommen sind.

00:10:04: Es war eine echt schöne Zeit bei Prozivitate.

00:10:07: Und eine tolle Zeit, die kann man auch bei einer der vielen Veranstaltungen haben, die in den kommenden Tagen bei uns in der Region los sind.

00:10:15: Zum Beispiel am vierten Oktober findet das Oktoberfest in Hohenziert statt.

00:10:21: Los geht es um achtzehn Uhr, dann heißt es sicherlich Ho Zapp dies.

00:10:26: Am fünften Oktober findet das Knollenfest in Güsenstadt.

00:10:30: Schauplatz ist die Jagdtüte.

00:10:32: Beginn ist um elf Uhr.

00:10:34: Und in Krüssau wird das Herbst festgefeiert.

00:10:37: Das geht um dreizehn Uhr im Garten der Gaststätte los.

00:10:42: Viele weitere Veranstaltungstipps gibt's wie immer in der Volksstimme, in der gedruckten, genau wie in der digitalen Version.

00:10:48: Viel Spaß!

00:11:06: Und das war wieder der Podcast, der dieselben Initialen hat wie der Landkreis.

00:11:12: Nur dass hier eben J.L.

00:11:13: für Jute Laune und nicht für Iroha Land steht.

00:11:16: Wenn es euch gefallen hat, dann abonniert den Podcast doch und erzählt es weiter.

00:11:21: In den Kommentaren könnt ihr auch gerne Anregungen oder Hinweise hinterlassen.

00:11:26: Bis zum nächsten Mal und behaltet die Jute Laune!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.